Dienstag, 26 Oktober 2021 09:57

Reifenwechseln kann jeder

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Geht es um Sicherheit beim Autofahren, ist der richtige Reifen für die entsprechenden Witterungsverhältnisse ein wichtiger Aspekt. Demnach ist ein Reifenwechsel zweimal im Jahr unablässig.

Anstatt die simple Arbeit des Reifenwechsels eine Werkstatt erledigen zu lassen, kann man diese auch selbst vornehmen. Damit schont man nicht nur den Geldbeutel, sondern man erlangt auch Erfahrungen im Umgang mit dem Reifenwechsel. Denn sollte ein unerwarteter Reifenwechsel bei einer Reifenpanne anstehen, ist man vorbereitet. Dabei gibt es einige Sachen zu beachten und ein paar Hilfsmittel, die diese Arbeit ungemein erleichtern.

 

Das richtige Werkzeug ist das A und O

Bevor es mit dem Reifenwechsel losgeht, benötigt man erst einmal ein paar wichtige Werkzeuge.
Zunächst wird natürlich der aufzusetzende Satz Reifen beziehungsweise das Reserverad benötigt. Zum Lösen der Schrauben wird ein Drehmomentschlüssel und zum Anheben des Autos ein Wagenheber benötigt. Im Regelfall ist im Auto bereits ein Stempelwagenheber vorhanden. Diese sind meist leicht und handlich. Das Anheben des Autos gestaltet sich damit jedoch nicht ganz so bequem. Eine Alternative dazu ist ein Rangierwagenheber. Nach einer einmaligen Investition kann man damit wesentlich bequemer das Auto anheben. Damit beim Reifenwechsel das Auto sicher steht, werden noch zusätzliche Unterstellböcke benötigt.

Die Reifen sind mit vier bis sechs Radschrauben befestigt. Um diese zu lösen, wird ein Radkreuz benötigt. Wer schon einmal versucht hat, die Radschrauben nach einer Saison zu lösen, weiß, dass diese oft nur mit sehr viel Kraftaufwand zu lösen sind. Ein wirklich lohnenswertes Hilfsmittel ist ein Druckluft-Schlagschrauber. Der Schrauber wird, wie das Radkreuz, an die Schrauben angesetzt, erhält aber seine Drehkraft von einem Kompressor. Somit wird das Raus- und Reindrehen nicht nur erheblich erleichtert, sondern um ein Vielfaches beschleunigt.

Kompressor nicht gleich Kompressor

Beim Kauf des Kompressors, der den Druckluft-Schlagschrauber antreibt, sollte einiges beachtet werden. Auf dem Markt für Kompressoren werden viele kleine und günstigere Kompressoren angeboten. Diesen Kompressoren fehlt die für einen Reifenwechsel nötige Kraft. Empfehlenswert ist es beim Kompressorkauf auf die Liter Luft pro Minute zu achten. Zum Reifenwechsel sollten es mindestens 150 Liter Luft pro Minute sein. Dazu sollte ein Fachhandel für Kompressoren aufgesucht werden. Diese kann man auch im Internet finden, beispielsweise auf der Homepage https://airpress.de/kompressor/8-bar.
Darüber hinaus werden Kompressoren oft in abgestimmten Paketen zusammen mit Druckluft-Schlagschraubern angeboten. Diese Plug-and-Play Pakete sind ebenfalls für den Laien zu empfehlen

Reifenwechsel: Schritt für Schritt

Zuerst muss das Auto auf einer ebenen Fläche stehen und die Handbremse angezogen sein. Um das Auto herum sollte genügend Platz sein.
Sollte es sich um einen Reifenwechsel nach einer Reifenpanne handeln, heißt es Ruhe bewahren. Sicherheitsregeln wie Warnblinker, Warndreieck und Warnweste sind zu beachten.

Als erstes muss die Radkappe vom Rad gelöst werden. Mithilfe eines Drehmomentschlüssels lassen sich die Radmuttern mit einer halben Umdrehung lösen.
Nun kann der PKW mit dem Wagenheber an der korrekten Stelle angehoben werden. Daraufhin werden noch die Unterstellböcke platziert. Mit dem Druckluft-Schlagschrauber werden die Schrauben gelöst und dann kann das Rad schon abgenommen werden.

Dann das Austauschrad aufsetzen und die Radschrauben mit dem Druckluft-Schlagschrauber handfest anziehen. Nun kann das Fahrzeug wieder heruntergelassen werden. Die Radmuttern müssen noch mit dem Drehmomentschlüssel angezogen werden. Das richtige Anzugsdrehmoment ist vorgegeben. Sollte das Reserverad verwendet worden sein, sollte dennoch direkt im Anschluss eine Werkstatt angesteuert werden.

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